Ashley Piercing

Ashley Piercing

Ashley Piercing

Ashley Piercing als Variation zum Labret Piercing

Das Ashley Piercing ist in seiner Form bereits seit mehreren Jahrtausenden auf unterschiedlichen Kontinenten bekannt. Lediglich die Bezeichnung entstand erst im 19. Jahrhundert, die Begeisterung im westlichen Kulturkreis sogar erst in den 1990er Jahren. Beim Ashley Piercing handelt es sich um eine Variation des Labret Piercings, bei der die Unterlippe mittig auf dem Lippenrot gepierct wird. Von außen ist bei geschlossenem Mund nur die Kugel ersichtlich, der Verschluss (meist eine Platte) lässt sich jedoch im Inneren mit der Zunge erfühlen.

Wie ein Ashley Piercing gestochen wird

Entweder der Piercer desinfiziert vorerst die Unterlippe und markiert danach die Einstichstelle, oder es wird vor- und nachher desinfiziert. Wichtig ist, dass Sie vor dem Piercen die Möglichkeit haben, den gesetzten Punkt in seiner Position kontrollieren zu können. Sind Sie zufrieden, wird mit einer Klemmzange die Einstichstelle fixiert und mit einer hohlen Piercingnadel durchstochen. Anschließend wird das Ashley Piercing eingesetzt und darf bis zum Vollenden des Heilungsprozesses nicht wieder entfernt werden.

Die Schmerzen beim Stechen

Jeder Mensch hat ein eigenes Schmerzempfinden, sodass es schwierig ist, eine einheitliche Aussage zu treffen. Allerdings werden die Schmerzen beim Ashley Piercing als leicht bis mittel beschrieben. Ein tröstender Gedanke für besonders Schmerzempfindliche kann die lebenslange Freude am Schmuck oder die Tatsache, dass der Stich innerhalb weniger Sekunden vorüber ist, sein. Sogenannte Knorpelpiercings werden oftmals als deutlich schmerzhafter empfunden als das Durchstechen von Haut bzw. Gewebe. Eine lokale Betäubung ist in diesem Zusammenhang wenig angebracht, eine Betäubungsspritze ist an dieser Stelle nicht weniger schmerzhaft als das Piercen selbst.

Die Heilungszeit des Piercings

Selbst unter absolut hygienischen Umständen kommt es häufig zu einem Anschwellen der Lippe. Lassen Sie sich davon nicht beunruhigen und kühlen Sie die Unterlippe, im Normalfall schwillt die Lippe recht schnell ab. Je nachdem, wie sich der Heilungsverlauf darstellt, benötigt das Ashley Piercing zwei bis sechs Monate Zeit, um vollständig heilen zu können. Piercings durch das Gewebe verheilen meist besser und schneller als beispielsweise Ohrpiercings durch den Knorpel, doch im Mundraum befinden sich viele Bakterien, weshalb mit mehreren Monaten gerechnet werden muss. Vermeiden Sie währenddessen Zigaretten, Alkohol, Lippenstift, Make-up (in Piercingnähe) und säurehaltige oder scharfe Getränke sowie Speisen. Die Zahn- bzw. Mundhygiene sollten Sie gründlich aber mit Bedacht fortsetzen. Ein ungepflegter Mundraum ist nicht nur optisch wenig ansprechend, er birgt auch eine große Entzündungsgefahr für das frisch gestochene Piercing.

Auch hierbei sollte mehrmals täglich mit einer speziellen Lösung der Stichkanal gespült werden, um die Heilung zu unterstützen. Das Erstpiercing darf dabei jedoch niemals entfernt werden!

Ashley Piercing - Die Wahl des Schmuckes

Grundsätzlich besteht bei Piercings im Mundbereich immer die Gefahr, sich Verletzungen an Zähnen, Zahnschmelz oder Zahnfleisch zu zuziehen. Achten Sie deshalb auch beim Ashley Piercing auf geeignete Materialien, Metalle (z.B. Stahl) sind auf Dauer nicht empfehlenswert, können aber zu besonderen Anlässen getragen werden. Schmuck aus PTFE kann aufgrund seiner weicheren Beschaffenheit sehr gut im Bereich der Lippen beziehungsweise im Inneren des Mundraums verwendet werden. Formen wie Curved Barbell, Circular Barbell oder Labret Stecker lassen das Ashley Piercing täglich aufs Neue zum Hingucker werden.